Trainingsprinzipien, allgemeingültige Gesetzmäßigkeiten

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von Reiner Semmel

Wirksamer Trainingsreiz
Um eine Anpassung beim Training zu bewirken, müssen Trainingsreize eine bestimmte Reizschwelle überschreiten. Die Intensität der Reize ruft unterschiedliche Anpassungsreaktionen hervor, siehe nachfolgend: unterschwellige Reize, überschwellige schwache Reize, überschwellige starke (optimale) Reize und zu starke Reize. Wirkungslos sind die unterschwelligen Reize, wogegen überschwellige schwache Reize das Funktionsniveau erhalten. Gewollte Anpassungsreaktionen lösen dagegen überschwellig starke (optimale) Reize aus. Wogegen zu starke Reize Strukturen und Funktionen schädigen.

Progressive Belastungssteigerung
Das Leistungsniveau steigt nach erfolgtem Training stetig an. Allerdings bedarf es neue Trainingsreize, da sonst der Körper mit der Zeit mit gleich bleibenden Reizen abstumpft. Um dies zu verhindert, sollte die Belastung allmählich in folgender Reihenfolge gesteigert werden: Häufigkeit, Dauer und Tempo.

Optimale Gestaltung von Belastung und Erholung
Eine optimale Leistungssteigerung ist dann gegeben, wenn die richtige Balance zwischen Anstrengung und Erholung gefunden wurde. Dieses Prinzip wird im Fachjargon als Superkompensation bezeichnet.

Variation der Trainingsbelastung
Ständige gleichartige Belastungen führen dazu, dass das sympathische vegetative Nervensystem mit der Zeit abstumpft. Eine Änderung der Belastungsreize kann dem entgegenwirken. Dazu werden die Laufgeschwindigkeit, Pausengestaltung, Übungswahl und die Trainingsmethoden verändert.

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