Ergogene Substanzen in der Sporternährung

von Sibylle Sauter

Zu den ergogenen Substanzen (aus den griechischen Wörtern "ergon=Arbeit" und "genan=produzieren") werden Nahrungsmittel oder Nährstoffe zugeordnet, die in der Sporternährung eingenommen werden, weil sie leistungserzeugende oder leistungssteigernde Effekte besitzen sollen.
Ergogene Substanzen sollen
- die Energiereserven vergrößern,
- die Energieproduktionsrate erhöhen,
- das Muskelgewebe vermehren und
- Sport bedingte Zellschäden reparieren.

 

Folgende Wirkstoffe gelten als potentiell ergogen, wobei wissenschaftlich gesicherte Daten bisher nur für wenige Nährstoffe vorliegen (1, S. 234):

Isolierte Wirkstoffe:

- Kohlenhydrate (2, S. 220)
- Aminosäuren (Arginin und Ornithin, Glutamin, Tryptophan und BCCA)
- L-Carnitin
- Coenzym Q 10
- Inosin
- Coffein (2, S. 220)
- Mineralkomplexe (Alkali- und Phosphatsalze)
- Kreatinmomohydrat
- Chrom

Abkömmlinge von Nährstoffen:

- ß-Hydroxy-ß-Methylbutyrat (HMB)
- Konjugierte Linolsäuren (CLA)

Nahrungsmittel bzw. ?extrakte:

- Bienenerzeugnisse (Blütenpollen, Gelée royale)
- Ginseng und andere Pflanzenextrakte
- Gelatine


Literatur:

1) Biesalski, Hans-Konrad et.al., Ernährungsmedizin, Georg Thieme Verlag Stuttgart, 3. Auflage 2004
2) Prof. Dr. med. habil. Neumann Georg, Ernährung im Sport, Meyer & Meyer Verlag, Aachen, 2003