Laufend abnehmen

von Sibylle Sauter

Teil 1.

Wussten Sie, dass starke Gewichtsschwankungen weitaus gesundheitsschädlicher sind als leichtes Übergewicht? Wer sein Gewicht reduzieren möchte, sollte also vor allem auf einseitige Crash-Diäten, die eine hohe Gewichtsabnahme in kurzer Zeit versprechen, verzichten. Meistens verliert der Körper dabei vorwiegend Flüssigkeit und Muskelmasse, die Fettreserven werden jedoch kaum abgebaut. Blitzdiäten stressen unseren Stoffwechsel, verursachen Nährstoffmangel und schwächen das Immunsystem obwohl sie keinen anhaltenden Erfolg bringen. Denn unser Körper schaltet bei mangelnder Versorgung auf Sparflamme, um sein Überleben zu sichern. Die Folge ist der bekannte Jo-Jo-Effekt . Experten empfehlen eine langfristig angelegte Abnehmstrategie, bei der eine Ernährungsumstellung auf eine fettarme vitalstoffreiche Kost mit einer Steigerung des Energieumsatzes durch mehr Bewegung kombiniert wird.

 

Bin ich wirklich zu dick?

Zur Beurteilung des Körpergewichts hat sich als internationales Referenzmaß der Body-Mass-Index (BMI) durchgesetzt, der nach folgender Formel berechnet wird:

Körpergewicht in kg

BMI

=

--------------------------

(Größe in m)²



Die Tabelle zeigt die Bewertung des BMI im Hinblick auf das Normalgewicht (1, S. 22)

 

Alter 

Untergewicht 

Normalgewicht 

Übergewicht 

19-24

kleiner 19

19-24

größer 24

25-34

kleiner 20

20-25

größer 25

35-44

kleiner 21

21-26

größer 26

45-54

kleiner 22

22-27

größer 27

55-64

kleiner 23

23-28

größer 28

ab 64

kleiner 24

24-29

größer 29

 

Übrigens gilt der BMI nur als grober Richtwert. So können z.B. Kraftsportler, die einen hohen Muskelanteil aufweisen, einen wesentlich höheren BMI haben, ohne übergewichtig zu sein.Nach wissenschaftliche Erkenntnissen ist für die Gesundheit nicht nur die absolute Höhe des Körpergewichts von Bedeutung, sondern vor allem die Fettgewebsverteilung. Ein bevorzugter Fettansatz am Bauch, der häufiger bei Männern beobachtet wird (= Apfeltyp) , birgt ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als die eher bei Frauen auftretenden Fettreserven an den Hüften (= Birnentyp) (2, S. 9). 

 

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