Linolensäure

von Reiner Semmel

Bei der Linolensäure handelt es sich um eine essentielle Fettsäure. Diese Fettsäuren müssen dem Körper mithilfe der Nahrung zugeführt werden, da sie vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Um genau zu sein besteht die Linolensäure aus einer Gruppe von dreifach ungesättigten Fettsäuren, die in Alpha-Linoloensäure und Gamma-Linolensäure unterteilt werden. 

Alpha-Linolensäure sind Omega-3-Fettsäuren und sind reichlich in Soja-, Raps-, Leinsaat- und Hanföl vorhanden. Dagegen kommen Gamma-Linolensäure, die auch Omega-6-Fettsäuren heißen, in Hanf- Borretsch- und Nachtkerzensamen vor. Des Weiteren wird die Gamma-Linolensäure, kurz GLS, vom Körper aus der Linolensäure selbst gebildet, wenn genügend Delta-6-desaturase Enzyme und ausreichend Linölsäure vorhanden sind. Ein Mangel von GLS führt unter anderem zu Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Daneben wird GLS für die Herstellung von Prostaglandinen benötigt. Bei Prostaglandine handelt es sich um Gewebshormone, die Einfluss auf zahlreiche Vorgänge haben wie beispielsweise Schmerzzustände, Entzündungen, Blutdruck und Blutgerinnung.

Ein hoher Cholesterinspiegel oder gesättigte Fettsäuren können die Aktivität des Delta-6-desaturase Enzyms hemmen. Das gilt auch beispielsweise für Diabetes, Alkohol und Zinkmangel.