Leistenzerrung

von Reiner Semmel

Bei einer Leistenzerrung liegt eine Verletzung der Muskeln oder Sehnen im Bereich der Leiste in Form von Überlastungsbeschwerden vor. Die Diagnose ob eine Leistenzerrung oder gar ein Leistenbruch vorliegt, ist nicht einfach, da die klinischen Symptome sich ähneln. Eine Leistenzerrung äußert sich beispielsweise durch Symptome wie Schmerzen in der Leiste, Muskelkrämpfe im Schenkel und ein anschwellen der Leiste. Der Schweregrad der Verletzung wird anhand der Kräftewirkung, Blutergüsse, Schwellung und Funktionsausfall festgestellt. Die Heilung dauert je nach Grad der Verletzung unterschiedlich lange. Sie reicht von zwei bis zehn Tagen bei einer Zerrung ersten Grades. Dagegen braucht eine Leistenzerrung des zweiten Grades bis zur Heilung zehn Tage bis zu sechs Wochen. Liegt eine Zerrung dritten Grades vor, kann die Heilung sechs bis zehn Wochen dauern.

Die Behandlung wird unter anderem mit der P-E-C-H-Formel durchgeführt. Dabei steht P für Pause, E für Eis, C für Compression und H für Hochlagern des betroffenen Gebiets. Statt Eis kann auch Gel mit einer kühlenden Wirkung oder Kältepackungen verwendet werden. Beim Kühlen mit Eis sollte berücksichtigt werden, dass das Eis niemals direkt auf die Haut angewendet wird, denn nur so können unbemerkte Erfrierungen vermieden werden.