Akklimatisation

von Reiner Semmel

Unter Akklimatisation wird die vollständige Anpassung des Organismus an die veränderten Umweltfaktoren in der Höhe verstanden. Das heißt, dass der Pulswert in der Höhe derselbe ist, wie daheim im Tal. Das bedarf Zeit, da die Anpassung durch die Veränderung der Blutzusammensetzung durch die Erhöhung der roten Blutkörperchen gesteuert wird. Allerdings kann nur bis zu einer Höhe von 5.500 Metern eine Akklimatisation erfolgen, da sonst ein langfristiger Abbau aller Körperfunktionen einsetzt.

Wenn eine Akklimatisation geplant ist, sollten folgende Dinge beachtet werden: 

- Ein Höhenreiz tritt erst ab 2.500 Meter ein. Dieser Reiz wird für eine erhöhte Ausschüttung von Epo benötigt. 
- Es braucht Stunden bis der Maximumwert erreicht ist, der dann wieder abnimmt. 
- Gegen Höhenkrankheiten hilft ein Abstieg von 500 bis 1.000 Meter und eine dreitätige Schonung. 
- Nach der Rückkehr in niedrigere Höhen braucht die erworbene Akklimatisation für den Abbau etwa genau so lange wie der Aufbau gedauert hat.