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Magersucht (Anorexia nervosa)

von Reiner Semmel

Magersucht oder auch Aneroxia nervosa genannt, ist eine Essstörung, bei der meist eine strenge Diät eingehalten oder die Nahrungsaufnahme verweigert wird. Des Weiteren ist sie die am längsten bekannteste Essstörung, da sie erstmals 1873 von dem französischen Internisten Ernest-Charles Lasègue und dem Mediziner Sir William Withey Gull beschrieben wurde.

Betroffen sind meist Mädchen und junge Frauen. Der Anteil an betroffenen Jungen und Männer beträgt lediglich fünf bis zehn Prozent. Ursachen für Magersucht können erbliche Komponenten in Verbindung von verschiedenen Umweltfaktoren sein. Eine weitere Ursache ist eine vorhandene Körperschemastörung. Körperschemastörung bedeutet, dass trotz eines bestehenden Untergewichts der Erkrankte sich als übergewichtig wahrnimmt. Das Selbstwertgefühl beziehen diese Menschen aus ihrem Gewicht und die Macht darüber es zu kontrollieren. Daneben werden durch die Nahrungsverweigerung seelische Konflikte ausgetragen. Aus diesem Grund tritt die Erkrankung in den wohlhabenden Industrienationen auf.

Die körperlichen Folgen sind vielfältig und können unter Umständen zum Tode führen. Das extreme Untergewicht ist beispielsweise für die Herzrhythmusstörungen, für die verminderte Anzahl an weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) verantwortlich.