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Arthrose

von Madeleine Sauter

Arthrose gehört zu der weltweit häufigsten Gelenkerkrankung. Bei dem Leiden liegt eine Knorpelschädigung der Gelenke vor. Der Verschleißt der Knorpel und die damit einhergehende Knochenveränderung an den Gelenken ist nicht heilbar, denn abgenutzter Knorpel wächst nicht mehr nach. Daher gilt Arthrose auch als eine degenerative Erkrankung. Der Knorpel dient im menschlichen Organismus als Schutzschicht, welche sich zwischen den beiden Knochenenden befindet. Diese Schutzschicht verhindert, dass zwei Knochen aufeinander reiben und Belastungen werden gleichmäßig auf das Gelenk verteilt. Abnutzung und falsche Belastung sind unter anderem Gründe, weshalb es zu einer Knorpelschädigung kommen kann. Auch das Alter ist ein wichtiger Aspekt. Arthrose entwickelt sich überwiegend bei Menschen ab dem 50.Lebensjahr. Im hohen Alter muss es aber nicht gezwungenermaßen zu dieser Gelenkerkrankung kommen. Die Lebensweise spielt hierbei auch ein entscheidender Faktor. Übergewicht, Bewegungsmangel, extreme und einseitige Beanspruchung beschleunigen bzw. begünstigen den Verschleiß. Aber auch Unfälle, Veranlagung, Fehlstellungen und Erkrankungen, beispielsweise Gicht, können ein mitentscheidender Faktor sein.

Von einer „primären Arthrose“ spricht man, wenn die Knochenveränderung an einem Gelenk ohne erkennbaren Grund auftritt. Der Auslöser kann hierbei die genetische Veranlagung sein. Die „sekundäre Arthrose“ liegt vor, wenn ein oder mehrere Risikofaktoren eine Rolle spielen, welche zusätzlich den Verschleiß fördern. Gründe hierbei sind z.B. Fehlbelastungen, Übergewicht, Krankheiten beispielsweise Rheuma sowie Verletzungen. Sie kann große Schmerzen und eine Funktionsbeeinträchtigung des betreffenden Gelenkes verursachen. Das betroffene Gelenk entzündet sich, schwillt an und schmerzt. Der betroffene Patient verliert dadurch die Fähigkeit, sich frei zu bewegen und neigt dazu, dass Gelenk zu schonen. Als Folge wird jedoch der Knorpel schlechter durchblutet und verliert so weiter an Schutzfunktion. Die Schonhaltung kann andere Gelenke ungünstig belasten. Der Mensch hat insgesamt über 143 Gelenke, die Knorpel besitzen. Aus diesem Grund kann diese Erkrankung überall im Körper auftreten. Am häufigsten betroffen sind Hände, Knie und Hüfte, aber auch jedes andere Gelenk kann erkranken. Die Krankheit ist nicht heilbar, da wie bereits erwähnt der Knorpel nicht nachwächst. Die verschiedenen Behandlungsmethoden verlangsamen oder stoppen lediglich die Schädigung aber der alte gesunde Zustand kann nicht wiederhergestellt werden. Aus diesem Grund sollte bei anhaltenden Gelenkbeschwerden frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden. Dennoch kann der Krankheitsverlauf positiv durch verschiedene Therapien beeinflusst werden. Gerade Patienten mit Arthrose sollten die betroffenen Gelenke ausreichend bewegen, da die Bewegung sich positiv auf das Gelenk auswirkt. Kranken- oder gelenkschonende Wassergymnastik, sowie Kraftsport können dabei helfen. Durch die Bewegung wird die Gelenkflüssigkeit durch den Knorpel transportiert, welches ihn "schmiert" bzw. nährt.

Ndr.de nennt als Schlüssel (1): "Der zweite ganz entscheidende Schlüssel zur Heilung ist eine Ernährungsumstellung. Die Therapie basiert auf zwei Säulen: erstens Hemmung der Entzündung, zweitens Entlastung der Gelenke durch Abbau überflüssiger Kilos. Auf den Speiseplan kommen deshalb wenig Kalorien und tierische Produkte, dafür viel Gemüse und gesunde Pflanzenöle. Die besonders in Lein- und Walnussöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren unterstützen den Organismus effektiv dabei, die Entzündung zu bekämpfen. Intervallfasten- zum Beispiel 16 Stunden täglich nichts essen, also ein verlängertes Nachtfasten - hilft nachweislich, das Gewicht zu reduzieren."

Literaturverzeichnis
(1) Ndr:de: Arthrose erkennen und behandeln, www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Arthrose-erkennen-und-behandeln,arthrose148.html, zugegriffen am 10.03.18
(2) Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V., Dr.med.Martin Quarz, Chefarzt: Leben mit Arthrose – Wissenswertes für Betroffene, www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Broschueren_kurz/broschuere_arthrose_kurz.pdf, zugegriffen am 02.04.18