Diuretika

von Sibylle Sauter

Diuretika sind chemisch hergestellte Medikamente, die zu einer erhöhten Wasserausscheidung führen. Sie werden zur Entwässerung bei Ödemen, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck eingesetzt. Im Leistungssport werden Diuretika zur schnellen Gewichtsreduzierung missbraucht. Allerdings ist die Gewichtsabnahme nur kurzfristig und mit Leistungseinbußen und Konzentrationsstörungen verbunden. Unkontrollierte Diuretikaeinnahme führt zu einem starken Natriumverlust und es besteht die Gefahr des Hirnödems. Durch Bluteindickung steigt die Thrombosegefahr und Mineralverluste verursachen Muskelkrämpfe. Zahlreiche Diuretika zählen zu den verbotenen Dopingsubstanzen.

 

Literatur:

Prof. Dr. Neumann, Georg, Ernährung im Sport, Meyer & Meyer Verlag, Aachen, 2003, S.246, 247