Wettkampfmethoden

von Reiner Semmel

Obwohl die Wettkampfmethode zur Entwicklung und zur Überprüfung der momentanen Leistungsfähigkeit dient, wird sie selten angewendet. Das hat verschiedene Gründe. Einer ist sicherlich, die physische Härte dieser Methode. Es gehört einiges an Selbstüberwindung dazu sich allein dieser emotionalen Herausforderung zu stellen. Ein anderer Grund ist, dass die erbrachte Leistung während des Wettkampfes höher liegen kann. 

Aus diesem Grund werden Wettkämpfe als Testwettkämpfe bevorzugt. Allerdings handelt es sich dabei meist um Unterdistanzläufe. Bei einem anvisierten Halbmarathon bietet sich als Unterdistanzlauf ein Volkslauf über fünf oder zehn Kilometer an. Des Weiteren biete diese Form der Wettkampfmethode einige Vorteile. Wettkampfunerfahrene lernen den Umgang mit der eigenen Nervosität, des Procedere und die Gestaltung der Logistik kennen.

Wettkampfmethoden nach der Methode von dem neuseeländischen Leichtathletiktrainer Arthur Lydiard werden noch heute angewendet. Kern seiner Methode ist ein mehrmonatiges langes und aufbauendes Ausdauertraining, deren Erkenntnisse er überwiegend in Selbstversuchen gewann. Dazu experimentierte Lydiard wöchentlich mit Strecken von 80 bis 500 Kilometer.