Serotonin

von Reiner Semmel

Bei Serotonin handelt es sich um einen Neurotransmitter. Neurotransmitter geben Informationen von einer Nervenzelle zu einer anderen weiter mithilfe der Synapse. Serotonin wird im Nervensystem und Magen-Darm-Trakt aus Aminosäure Tryptophan über 5-Hydroxytryptophan (5-http) unter mithilfe von Vitamin B6 gebildet. Es wirkt beispielsweise stimmungsaufhellend, schlaffördernd, antidepressiv, schmerzhemmend, motivationsfördernd und entspannend. Zusätzlich wirkt es appetitregulierend indem es das Sättigungsempfinden beeinflusst.

Ein Mangel an Serotonin kann sich zum Bespiel durch Angstzustände, Konzentrationsmangel, Depressionen, Schlaflosigkeit, Migräne und schwerer Abgeschlagenheit bemerkbar machen. Ein zu hoher Serotonin-Wert kann auf den Verzehr von Bananen, Ananas, Melonen, Auberginen, Kiwis und Tomaten zurückgeführt werden. Daneben besitzen Vegetarier einen erhöhten Serotonin-Spiegel, aber auch bei einem Karzinoid-Tumor können erheblich gesteigerte Werte gemessen werden. Der Tumor kann sich durch starke Bauchschmerzen, plötzlich einsetzende Atemnotfälle und Magenentzündungen mit Durchfällen bemerkbar machen. Deshalb wird sobald ein Verdacht vorliegt der Serotonin-Wert aus dem Urin und den Blutplättchen bestimmt. Die Werte schwanken je nach Tageszeit erheblich.