Vier-Millimol-Schwelle

von Reiner Semmel

Die Vier-Millimol-Schwelle gibt die Laktat-Konzentration von vier Millimol pro Liter (mmol/l) an. Dieser Wert wird häufig für die Definition der anaeroben Schwelle benutzt, weil der Laktat-Wert vieler Sportler in der Nähe von diesem liegt.

Laktat wird häufig mit Milchsäure gleichgesetzt. Dies ist nicht ganz richtig, denn Laktate sind Salze. Diese tragen das Säurerestion als negatives Ion und entstehen bei der Milchsäuregärung überwiegend im Gehirn, der Haut, den Muskelzellen, der Erythrozyten und dem Darm.

Mit der Laktat-Leistungsdiagnostik ist die individuelle Herzfrequenzzone für die unterschiedlichen Trainingsbereiche möglich. Die gängigsten Tests in diesem Bereich verwenden einen Stufentest. Bei diesem wird während der gesamten Testdauer wird mit einem Pulsmesser die Herzfrequenz (HF) aufgezeichnet und nach jeder Belastungsstufe die Laktatkonzentration im Blut gemessen. Die so gewonnen Laktatwerte werden mit der Herzfrequenz und der Belastungsintensität in Relation gesetzt. Mit der Laufgeschwindigkeit steigt die Herzfrequenz linear. Dagegen erhöht sich die Laktatproduktion erst an der etwa Vier-Millimol-Schwelle steil nach oben.