Depressionen

von Reiner Semmel

Ein regelmäßiges Ausdauertraining wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Für diesen Effekt gibt es viele Erklärungsansätze. Ein solcher geht davon aus, dass während dem Training die Produktion von Katecholaminen erhöht wird. Dieser Stoff wird im Nebennierenmark und dem sympathischen Nervensystem hergestellt. Er liegt bei Depressionserkrankten in zu geringer Konzentration vor und ist mitverantwortlich für die Entstehung von Depressionen. 

Wissenschaftlich belegt ist das beim Laufen oder einer anderen Ausdauersportart vom Körper opiatähnliche Substanzen ausgeschüttet werden. Diese heißen Endorphine und wirken als Stimmungsaufheller. Des Weiteren wird durch die Bewegung Stress und Anspannung abgebaut.

Für die Berliner Psychologien Marieta Erkelens, die die Sportgruppe für depressive Menschen leitet, gibt es einen weiteren Faktor. Bei diesem würde im Vordergrund stehen, dass die Sporttherapie als positiven Erfolg wahrgenommen wird. Dies würde durch die kleinen Erfolge geschehen, die beim Sport entstehen. Bei der Medikamententherapie würde die Erkenntnis fehlen selbst etwas bewirkt zu haben. 

Eine Kombination aus Sport- und Medikamententherapie kann bei Menschen mit sehr schweren Depressionen eingesetzt werden, da diese auf keinen Fall auf die Medikamente verzichten sollen.