Ballaststoffe

von Reiner Semmel

Ballaststoffe sind Nahrungsbestandteile, die überwiegend in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommen. Besonders ballaststoffreich sind folgende Lebensmittelgruppen: Getreide und Getreideprodukte, Gemüse und Salat, Hülsenfrüchte, Obst, Trockenobst, Nüsse und Ölsamen.

Bei diesen Bestandteilen handelt es sich um unverdauliche Nahrungsbestandteile, die auch als Faserstoffe oder Pflanzenfasern bezeichnet werden. Obwohl sie unverdaulich sind, sind Ballaststoffe für den menschlichen Organismus wichtig. Sie binden Mikroorganismen, Cholesterin, Gallensäure und Mineralstoffe. Des Weiteren fördern sie beispielsweise die Speichelbildung im Mund, stärken den Kiefer und die Gesichtsmuskulatur, regen die Verdauung an, zögern das Hungergefühl hinaus, regen die Darmtätigkeit an und sorgen für einen konstanten Blutzuckerspiegel.

Ballaststoffe werden zwischen wasserlöslichen und wasserunlöslichen Ballaststoffen unterschieden. Bei den wasserlöslichen handelt es sich um die Ballaststoffe, die sich vor allem auf den Stoffwechsel auswirken. Beispiele sind Johannisbrotkernmehl und Guar. Wasserlösliche Ballaststoffe, wie Cellulose wirken im Darm. 

Jeder Mensch sollte mehr als 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag essen. Allerdings kommen die meisten Deutschen nur auf 17 bis 21 Gramm.