Adrenalinausschüttung

von Reiner Semmel

Der Körper reagiert bei Stress mit einer Adrenalinausschüttung um eine höhere Leistungsfähigkeit für außergewöhnliche Anstrengungen wie Flucht oder Kampf zur Verfügung zu stellen. Das dazu gehörige Adrenalin wird im Nebennierenmark produziert und die Ausschüttung wird vom Sympathicus gesteuert. Dadurch wird beispielsweise der Herzschlag, die Atmung gesteigert und der Blutzuckerspiegel erhöht.

Im Körper werden bei solch einer Ausschüttung neben Adrenalin Zucker und Fette bereitgestellt. Zusätzlich wird Noradrenalin, das ebenfalls im Nebennierenmark hergestellt wird, ausgeschüttet. Diese und alle anderen Erscheinungen, die mit einer Notstandssituation zusammenhängen, werden als Fight-and-Flight Syndrom bezeichnet. Dieses Syndrom tritt schon bei der Vorbereitung auf ein erwartendes Ereignis zum Beispiel als Lampenfieber auf.

Allerdings kann Stress auch krank machen. Dies ist dann der Fall, wenn der Adrenalinwert zu niedrig ist. Ein niedriger Adrenalinwert kann beim Burn-Out-Syndrom der Fall sein. Dem kann mit Entspannung und Sport entgegengewirkt werden. Sport steigert zum einen die Belastungsfähigkeit und zum anderen hilft es dabei das Adrenalin schneller abzubauen.